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12. Fachtagung Ambulante Psychiatrische Pflege

Freitag, 25. März 2022 Luzerner Psychiatrie St. Urban (lups)

Rückblick

Endlich war es wieder soweit! Nach zwei Jahren pandemiebedingter Wartezeit begrüssten Stefan Kuhn (Pflegedienstleitung) und Michael Durrer (Mitglied des Organisationskomitees) die Teilnehmenden der Fachtagung herzlich von Seiten der Luzerner Psychiatrie, in der Klinik St. Urban.

Die 12. Fachtagung war mit über 150 Teilnehmenden ausgebucht. Die Freude und Lust, sich endlich wieder miteinander fachlich auszutauschen, war gross und wurde morgens durch spannende Referate von Regula Lüthi (Qualität vor Quantität), Anna Hegedüs (Megatrends & Horizonte) und Sabine Rühle Andersson (Horizonte aus der Nutzer*innenperspektive) angeregt. Der Austausch zu den Rollen der ambulanten psychiatrischen Pflege als Vorreiterin einer wertebasierten Gesundheitsversorgung war intensiv.

In zehn Workshops wurden Themen aus Fach-, Bildungs- und Gesundheitsversorgungshorizonten vertieft. Wie Inklusion in der ambulanten psychiatrischen Pflege gelingen könnte, wurde anhand der prekären Versorgungssituation von Obdachlosen und Sans-Papiers diskutiert. In weiteren Workshops wurden die Beziehungsaufnahme mit traumatisierten Menschen, DBT-Elemente im Alltag der ambulanten Tätigkeit und ein visualisierbares Assessment-Instrument der Suizidalität vorgestellt. Die Selbstreflexion und Selbstpflege in der APP rundeten den Tagungsvormittag ab.

In den Zwischenzeiten wurden die Teilnehmenden mit Köstlichkeiten des Gastro-Teams versorgt. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Pausen rege zur Vernetzung und zum Austausch genutzt. Am Nachmittag zeigte Walter Gekle die Handlungsfelder und Perspektiven der «Soteria 2022» auf und ermöglichte in einem Workshop einen alltagsnahen Einblick in bewährte Konzepte der Psychosebehandlung. Im zweiten Workshopteil widmeten sich die Gruppen Themen wie beispielsweise Zwangsstörungen und wie Zwangsgedanken entschärft werden können. Aus der Bildungsperspektive wurden die APP und die schweizerische Bildungslandschaft thematisiert. Ergänzt wurde dieser Tagungsteil durch die Sicht auf zukünftige Anforderungen der APP in Familien- und Sozialsystemen.

Eindrücklich zeigte diese 12. Fachtagung die Vielfalt der APP und ihre wichtige Stellung in der Gesundheitsversorgung auf. Die psychiatrische Versorgung in der Schweiz ist in Bewegung, und auf vielen Ebenen werden Veränderungen umgesetzt. Integrierte Versorgung, interprofessionelle Curricula und die Akademisierung mit neuen Rollen sind wichtige zukünftige Themen. Qualitätssicherung und Ergebnisqualität, Mitsprache und Mitentscheid der Klient*innen und die zunehmende Digitalisierung werden zentral in der Entwicklung und Erweiterung der Kompetenzen ambulant Pflegender.

Veränderte Angebote und Geschäftsmodelle, Qualitätsentwicklung, Berufs- und Fachentwicklung sind Themen, die uns weiter begleiten. Wohin die Reise geht, gelingt in der Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln der APP und den zukünftigen Horizonten. Dies zeigte auch eindrücklich der Schlussvortrag von Esther Indermaur auf.

Wir danken allen engagierten Referent*innen, den interessierten und diskussionsfreudigen Teilnehmenden und natürlich dem Team der Luzerner Psychiatrie – das die Veranstaltung möglich gemacht hat – für dieses Tagungshighlight.

Impressionen

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Unterlagen zur Tagung

Gemeinsam veranstaltet und unterstützt von